Asien / Reiseblog

Kuala Lumpur – Reisetagebuch Teil 8

5.3.-7.3.2020

Der Nachtflug aus Muscat war entspannt. In der riesigen Maschine saßen genau so viele Passagiere wie Crewmitglieder. Hier war für mich das erste Mal die Reiseangst Dank Corona zu spüren. Normal ist es mittlerweile, dass sämtliche Leute an den Flughäfen und in den Maschinen Mundschutz tragen. Aber ich hatte eien ganze Sitzreihe für mich und konnte somit den Flug im Liegen verbringen. Herrlich!

Ankunft Kuala Lumpur morgens 8h. Mein Koffer ist der erste am Gepäckband. Der Kauf des Airport Express Tickets zu meinem Hoteel in der Stadt, das direkt an der Endhaltestelle liegt, funktioniert problemlos. Alles ist schon hier unglaublich sauber und sortiert. Man wird höflichst aufgefordert, sich bitte zu setzen und auf die nächste Bahn zu warten.

Der Klia Express braucht 30 Minuten in die Innenstadt. Dort befindet sich auch direkt mein Hotel – ich kleiner Fuchs. Hotels in Kuala Lumpur sind vergleichsweise günstig. Das Zimmer ist clean, modern und hat ein riesiges bequemes Bett. I love it. Erstmal eine anständige Dusche und Wäsche im Waschbecken waschen. Dann bringe ich doch tatsächlich mein erstes Paket zur Post: Übergewicht im Koffer. Auch am Postschalter geht alles strukturiert und bürokratisch zu: der Ordnung halber muss ich mich an 3 Schaltern anstellen, dann noch ein Knöpfchen drücken, um am Ende in der leeren Posthalle wieder vom ersten Schalter aufgerufen zu werden. Muss man nicht verstehen. Aber ich sage mal nichts 😉

Ein grosses, cleanes Bett im Aloft Hotel. I love it!

Neben dem Hotel befindet sich eine Mall, wo ich mir erstmal an einem frischen Obststand diverse frisch aufgeschnittene Obststücke hole. Typisch: alles ist doppelt und dreifach in Folie eingepackt. Da ich so viel kaufe, frage ich nach einer Tüte. Also Tüte kostet!! klar, man muss ja umweltbewusst denken. Äh Ihr habt wohl vergessen, beim packen Eurer Obstteile dran zu denken. Muss man nicht verstehen, ich nehme es so hin. In jedem Supermarkt hier ist wirklich ALLES verpackt und eingeschweißt. Dann bin ich so platt, dass ich doch erst mal 2 Stunden schlafen muss. dann geht es los. Sightseeing! Ich lasse mich mit dem Uber zum botanischen Garten Perdana fahren. Ein riesiger, traumhaft angelegter Park mit Picknickplätzen, Wasserfällen und riesigen Bäumen. Den Rest des Tages lasse ich mich zu Fuß einfach treiben: durch den Park, durch die Straßen, durch das indische Viertel. Ich fahre mit der „roten“ Buslinie, die umsonst zu sein scheint, einfach ein paar Stationen. Ich weiß nicht, wohin. Und am Ende bin ich da: Petrona Towers! Das Motiv so vieler Instagramler und Facebookler. Tolle Architektur, ich bin überwältigt. Ich laufe noch ein wenig durch den schönen Park hinter den Towern und lasse mich hinterher mit einem Taxi zum Bangsan Village (danke Marie) fahren. Diese Ecke kenne ich aus Erzählungen von einem Instagram Pärchen. Es gibt ganz viele süße kleine Restaurants und Cafés mit Außenbereichen. Ich schlendere durch die Straßen und lande schließlich bei guter malayanischer Küche. Witzige Idee: draußen habe ich einen Klingelknopf auf meinem Tisch, um den Kellenr zu rufen. Wird sofort ausprobiert 😉 im Hotel zurück falle ich in einen langen, tiefen Schlaf.

Street Art KL
„Bitte klingeln für Bedienung“ im Bangsar Village
Aber ne Tüte kostet extra…

Am nächsten Tag wache ich erst gegen 10h auf. Ich bin lustlos. Das erste Mal auf der Reise habe ich keine Lust, mir schon wieder die Füße wund zu laufen, schon wieder Neues anzuschauen. Ich fühle mich wie ein Banause, entscheide mich dann aber, mich nicht zu quälen – ich bin schließlich niemandem Rechenschaft schuldig – und den Tag einfach auf mich zukommen zu lassen. Ich gehe erst mal einen großen Kaffee um die Ecke trinken und marschiere dann zum Bahnhof. Ich entscheide mich wieder für die „rote“ Linie. Ich als Homie weiß ja mittlerweile, wo der Hase lang läuft. was soll ich sagen? ohne Druck ist der Tag dann doch total entspannt, auch wenn ich wieder viel laufe. Ich sehe die Nationalmoschee, das Sultangebäude, den „River of Life“ – den Namen finde ich toll, und alleine deshalb liebe ich schon dieses Fluss. Dann reicht es mir mit Hitze und Laufen – man verlässt kaum einen Raum und fühlt sich nach 2 Minuten draußen als hätte man vergessen, sich nach dem Duschen abzutrocknen: abgefahren – und ich fahre zum Hotel zurück. Das Hotel hat einen traumhaften Rooftop Pool. Mein Gott, was ist das eine Wohltat in dem kalten Wasser zu schwimmen, der Chill Out Musik zu lauschen und seine Obststücke zu essen, und dabei sich nicht rechtfertigen zu müssen. Danach lege ich mich wieder 2 Stunden hin und entscheide mich dann doch, noch mal rauszufahren. Zum Central Market -einer großen Markthalle mit Massen an Schnickschack. Ich kaufe mir eine Schlumpelhose für umgerechnet 4 Euro, laufe weiter nach Chinatown. Dort beginnt grade eine riesige Parade, die feiern Chinesisches Neujahr nach. Um mich sicherer zu fühlen – was ein Quatsch- ziehe ich wie alle anderen meine Maske an, und bestaune die Parade. Ich bin happy. Mitten in Chinatown suche ich mir noch ein Restaurant zum Dinner und fahre dann happy und hundemüde zum Hotel zurück. Diese 2 Tage KL waren kurz, aber intensiv, und ich bin so froh, hier gewesen zu sein. Die Menschen sind unfassbar freundlich und ich habe mich manchmal über mein Misstrauen geärgert (wie beim Taxifahrer, der ca 20 Minuten versucht hat für mich mein Geld zu tauschen, und ich dachte er wäre damit durchgebrannt), da ich durch meine Tansania-Erfahrungen nur schwer ablegen konnte. Nun geht es weiter: AUSTRhttps://kathihasadream.de/reisetipp-tasmanien/ALIA here I come!

Nationalmoschee
Nationalmoschee
River of life
Street Art KL
Parade in Chinatown
Blumengeschäft in Chinatown
Dinner in Chinatown

[Werberechtlicher Hinweis: Die gesamte Reise habe ich privat durchgeführt sowie selbst bezahlt. Ohne jegliche Vergütungen oder andere monetäre Beeinflussung. Auch meine Empfehlungen basieren auf persönlichen Erfahrungen und Meinungen und wurden in keinster Weiser entlohnt]

No Comments

    Leave a Reply