Mindset / Reiseblog

Die Kunst des Alleinreisens

Es mag Menschen geben, die nicht nachvollziehen können, wie man alleine reisen kann. Und erst recht nicht, wie man dem Alleinreisen auch noch etwas Positives abgewinnen kann. Sicher gibt es auch diejenigen, die meinen, ich – Kathi – wäre nicht sozialkompatibel, hätte keine Freunde und daher ja eh keine Wahl. Genau, Kathi die frustrierte Mittvierzigerin, die mitten in ihrer Midlife Crisis steckt, keinen Mann abkriegt, und jetzt noch so tun will, als wäre alleine reisen total cool. Is klar! „Ja, es gibt Menschen, die gerne Dinge unterstellen, obwohl sie Dein Leben gar nicht kennen. Ich muss Euch enttäuschen Leute! Ok, Mittvierzigerin stimmt. Aber sorry: als Frau alleine reisen ist wirklich cool! Und es hat rein gar nichts mit Beziehung oder nicht Beziehung zu tun“ Ok, ich war es schon von meinen früheren Dienstreisen als Salesfrau in der Touristik gewohnt, oft alleine im Hotel zu sein und abends alleine im Restaurant zu sitzen. Damals hatte ich noch die „Ausrede“, dass ich schließlich geschäftlich unterwegs sei und ich mich daher nicht rechtfertigen muss. Komisch, dass man ganz schnell in diesen Rechtfertig-Modus kommt als Alleinreisende. So war es zumindest früher bei mir. Man muss sich beinah schon entschuldigen, wenn man alleine verreist, und erklären, dass man wirklich, also wirklich, sogar Freunde hat.. man aber trotzdem gerne alleine reisen möchte.

Hab keine Angst davor alleine zu reisen. Aber sei gewarnt: es könnte Dir gefallen!

Ich konnte mich schon immer sehr gut mit mir alleine beschäftigen, und so fiel mir mein erster Urlaub alleine nicht schwer. Nachdem ich festgestellt hatte, wie überraschend gut ich das fand, beschloss ich, mir wenigstens 1x im Jahr ein paar Tages Auszeit für mich ganz alleine zu nehmen. Me-Time Deluxe.

Alleine reisen bedeutet für mich, mit offeneren Augen zu reisen. Löse Dich einfach mal von Erwartungen und lass Dich darauf ein! Für mich sind das Alleinreisen und das Reisen zu zweit völlig verschiedene Reiseformen. Dabei gibt es kein besser oder schlechter. Und sicherlich ist das Alleinreisen auch wirklich nicht für jeden die passende Reiseform. Und sicher hat beides seine Vorzüge und Nachteile.

Menschen haben einfach Angst sich mit selbst zu beschäftigen

Allerdings wage ich zu behaupten, dass bei vielen die Angst dahinter steckt, sich mit sich alleine beschäftigen zu müssen. Sich mit sich auseinandersetzen zu müssen. Und sich auf sich selbst und den eigenen Instinkt verlassen zu müssen. Angst davor, sich einsam zu fühlen. Oder gar Langeweile vor sich selbst zu bekommen.

Auch ich kenne einsame Momente

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich niemals auch einsame Momente hatte und mich immer und zu jeder Zeit wohl gefühlt habe. Mit jemandem Erlebnisse zu teilen ist etwas Wunderschönes. Aber ich habe festgestellt, dass ich alleine offener bin: für andere Menschen. Und aufmerksamer für mein Umfeld. Ich beobachte viel mehr und sensibler. Und ich verarbeite anders, wenn ich alleine unterwegs bin.

Ich möchte Euch Mut machen

Es gibt aber nun mal Menschen, die aus unterschiedlichen Hintergründen vielleicht darauf angewiesen sind, alleine zu reisen. Ich bin auch sicher, dass viele gerne alleine reisen würden – einfach mal Me-Time – aber sich vielleicht nicht trauen. Diesen Menschen möchte ich Mut machen, sich darauf einzulassen. Und auf sich zu vertrauen. Nein, Du kannst abends keinen Wein zu zweit trinken. Aber Du wirst es mit anderen, mit neuen Menschen, tun können. Wenn Du das dann überhaupt willst. Vielleicht findest Du die Stille auch mal ganz schön. Und wenn es keine neuen Menschen gibt, dann gönnst Du Dir trotzdem Dein Glas Wein und stellst fest, dass Du auch alleine auf nichts verzichten musst. Alle Ziele in diesem Blog habe ich alleine bereist. Es sind Orte, die mir auch alleine immer ein gutes Gefühl gegeben haben. Und ich habe die wundervollsten Menschen unterwegs kennengelernt, die ich womöglich auf andere Weise übersehen hätte. Diese Begegnungen sind einfach wundervoll und Balsam für die Seele. Aus einigen Bekanntschaften wurden Freunde.

Ich hätte niemals gedacht, dass das Alleinreisen ein so großes Thema für viele ist. Mir fiel das halt immer leicht. Aber durch so viele Gespräche mit Menschen, die ich während meinen Reisen kennengelernt habe oder auch mit Freunden, weiß ich nun, wie viele Frauen zum einen Ideen nach schönen Zielen und Wohlfühlorten für sich alleine suchen, und wie viele Frauen auch eben (noch) nicht diesen vermeintlichen Mut aufbringen konnten, sich für das Alleinreisen zu entscheiden, es aber so gerne tun würden. Ich habe das nie mit Mut verbunden, aber ich habe herausgehört, dass es tatsächlich vielen so geht. Für mich bedeutet es einfach Freiheit. Nicht Mut, sondern Freiheit.

Ich kann Dir nur den Rat geben:

  • SEI MUTIG!
  • SEI WILD!
  • SEI STOLZ AUF DICH!
  • TRAU DIR!
  • VERTRAU AUF DICH!

Du hast nur dieses eine Leben, und das ist wunderbar. Also nutze Deine Chancen, wachs über Dich hinaus. Sei Dein eigener Kapitän, denn Du bist niemandem auf der Welt Rechenschaft schuldig – außer Dir selbst!

Je weiter ich reise, desto näher komme ich an mich heran“

andrew mccarthy

Ich löse mich von Erwartungen

Ich folge schon lange keinen Reiseführern mehr. Das schürt Erwartungen, und die wurden bei mir am Ende meist enttäuscht. Vielmehr lasse ich mich treiben, genieße meinen Kaffee unter Einheimischen auf einem kleinen Platz, entdecke meine eigenen Kleinode und meine Lieblingsplätze, weit entfernt von den Touristenmagneten.

Mit jeder Reise dieser Reisen lerne ich mich besser kennen. Und daher würde ich es immer wieder tun! 2 Monate Weltreise und 5 Monate durch Europa – nur ich und mein KatMobil- war für mich die größte Selbstfindung meines Lebens. Reisen ist eine Reise zu sich selbst. Also, Guys: „Travel to B“!

Wenn auch Du den Weg aus dem berühmten Hamsterrad suchst, dann könnte Dich auch dieser Beitrag interessieren.

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